Spätmittelalterliche Dolche mit Bezug zur Schweiz
Hans Peter Schmid
Teil I:
Schweizerdolch von seinen Anfängen bis zu seinem Zenit in der Renaissance
Teil II:
Der Basilard/Baselard
In diesem Beitrag soll die Geschichte und Entwicklung der sogenannten Schweizer Dolche angesprochen werden.
Von den Anfängen bis zur Renaissance, wobei nur die Dolche behandelt werden,
welche dem Ritter oder Söldner zu Diensten waren und nicht als Statussymbol hergestellt wurden bzw. dazu gedient haben.
Das bedeutet, hier sollen im I. Teil die Anfänge der Dolche in ihren einzelnen Ausführungen und Varianten angesprochen werden,
welche bereits die typischen Merkmale der späteren Schweizer Dolche aufweisen,
und auch regional nur dort aufzufinden sind, wo die Schweizer Söldner und Ritter der Region zugegen waren.
Der Zeitraum der hier beschriebenen Schweizer Dolchausführungen reicht von seinen Anfängen bis zum letzten Drittel des 16ten Jahrhundert.
Der Schweizer Dolch stellt in seiner Bezeichnung bzw. Nennung eine eigene Entwicklung dar, und darf nicht als Baselard, Baseler usw. bezeichnet werden,
da die Baselarde, Baseler, Basilarde einen eigenen Dolchtypus darstellen.
Der II. Teil umfasst den Basilard bzw. Baselard usw., welcher als einzige Gemeinsamkeit mit dem Schweizer Dolch (Schweizer Degen) das Entstehungsland nämlich die Schweiz mit Umland aufweist,
da die Schweiz nicht in heutigen Grenzen zu sehen ist. Vielmehr kann man davon ausgehen, dass die Entstehung der Schweizer Dolche im Kerngebiet des Deutschen Reiches zu suchen ist bzw.
im Rekrutierungsgebiet der Schweizer Söldner liegt.
Geht die Bezeichnung Baselard; Baseler, Basilard usw. auf die Messerschmiede der Stadt Basel zurück, so ist es nicht auszuschließen, dass der Schweizer Dolch auch dort seinen Ursprung hatte,
jedoch ist es auch denkbar, wie vorstehend erwähnt, dass der Schweizer Dolch bzw. der Baselard in Süddeutschland, Tirol, dem heutigen Burgund oder an einem anderen Ort in der Schweiz
bzw. dem Kerngebiet des Deutschen Reiches seine Geburtsstunde hatte.
A4-Hochformat, Hardcover, 174 Seiten, über 320 Abbildungen, Best-Nr.StV004